International Jewellery Trade

Im Januar des neuen Jahres sollte mir ein besonderes Privileg zuteil werden: ich durfte meine Praktikumsfirma auf die größte Schmuck- und Juwelenmesse Japans begleiten. Es handelt sich hierbei um die IJT, die International Jewellery Trade Fair.

Die Anreise gestaltete sich recht kurz und relativ schmerzfrei, da meine Freundin und ich zuvor zufällig bereits in Odaiba gewesen sind. „Relativ schmerzfrei“ deswegen, weil ich mir anlässlich dieses Ereignisses neue Schuhe gekauft hatte und diese zumindest am ersten Tag bereits auf dem Weg zur Messehalle trug. Ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte.

Die Messehalle war riesig und dabei nur eine von zweien. Bei meiner Ankunft war erwartungsgemäß schon fast alles aufgebaut, so dass ich einen kurzen Plausch mit den anwesenden deutschen Designern sowie dem amerikanischen Händler von D&M Pearl halten konnte. Doch schon bald sollten die Hallen für die Besucher geöffnet werden.

Meine Aufgaben auf dieser Messe waren vorrangig die Gewährleistung der Sicherheit der Waren. Schwund kommt Unternehmen in diesem Gewerbe teuer zu stehen, weshalb hier Aufmerksamkeit geboten war. Daneben versuchte ich aber natürlich auch Kundenfragen so gut wie möglich zu beantworten. Der Kundenkreis konnte hierbei vielfältiger nicht sein; von einfachen Kunden, welche recht unschlüssig angesichts der schieren Menge an Schmuck wirkten über Händler, welche auch hier und da konkrete Fragen hatten bis hin zu Geschäftsführern anderer Firmen war hier alles vertreten.

Eine besondere Erwähnung in der Produktreihe meiner Praktikumsfirma sind hierbei die Kasumigaura-Perlen wert. Praktisch jeder Besucher hielt in Gegenwart dieser Glanzstücke einmal inne, um ihre Schönheit zu bestaunen. Einigen wenigen Kunden war diese Brillanz sogar einen Kauf wert.

Gegen Ende des ersten Tages ging es am Stand der Firma recht heiß her und Kunden strömten von allen Seiten heran um Schmuck zu erstehen. Am zweiten Tag sollte es da eher gemächlicher zugehen. Insgesamt soll der Andrang im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger gewesen sein, was auf die allgemeine Wirtschaftskrise weltweit zurückzuführen ist.

Meine beiden Tage auf der Messe vergingen recht schnell und am Ende des zweiten Tages ließ ich es mir nicht nehmen, mich auch einmal in der Halle umzusehen. Einige bemerkenswerte Stücke waren hierbei zu sehen wie Uhren mit ausgefallenem Design, schöne Opale aus Neuseeland sowie Halsketten die angesichts der schieren Mächtigkeit des an ihnen befestigten Juwels unmöglich zu tragen wirkten.

Alle Bilder gibt es wie üblich direkt hier:

Antworten auf Kommentare

Es gibt eine Eigenschaft, die mir beim Commenting system im Vergleich zu meinem alten handgeschriebenen Gästebuch gefehlt hat: Antworten auf Kommentare. Hiermit meine ich, dass mir die Möglichkeit geboten wird, zu Kommentaren Anmerkungen oder dergleichen hinzuzufügen.

Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, eine Erweiterung hierfür zu erstellen. Mit Hilfe des Extension Kickstarters lassen sich recht komfortabel und schnell die Grundlagen schaffen. Für die Programmierung habe ich mich dann am Code der Erweiterung Comments: individual closing, dem Code des Commenting system selbst sowie natürlich an der Dokumentation letzterer Erweiterung orientiert. Mit ein wenig Trial und Error sowie Blicken in die API-Dokumentation Typo3s bin ich auch schnell voran gekommen.

Dadurch habe ich wieder einiges mehr über die Internas Typo3s wie z. B. das Templating-System erfahren. Der Weg ist also wie üblich das Ziel.

Und da diese Erweiterung im Gegensatz zu meinen ersten Gehversuchen einen in meinen Augen angemessenen Umfang hat, habe ich sie auch zum TER hochgeladen, von wo aus sie nun auch verfügbar ist.

Ich wünsche viel Vergnügen damit und nehme Verbesserungsvorschläge und Fehlerberichte natürlich gerne entgegen.

Ohrwurm der Woche: キチンとチキン

Da ich mir tagtäglich im hiesigen Family Mart mein Mittagessen besorge, wurde ich zwangsläufig der Werbebeschallung für Kunden ausgesetzt. Unter anderem dabei ist momentan dieses kleine Lied mit starkem Ohrwurmcharakter:

Gesungen wird dieses amüsante Stück von Matsuura Aya und ich liebe einfach die Art, wie sie „Chicken“ auspricht. Mehr Informationen gibt es auf der Website vom Family Mart. あなたとコンビニーファミリマート。♪

I’ve 最高!

Kurz nachdem ich in Japan angekommen war, erfuhr ich, dass im Januar 2009 ein Konzert stattfinden sollte, welches viele meiner liebsten Sängerinnen auf einer Bühne zusammenführen sollte. Der Titel des Konzerts: „I’ve in Budokan 2009 ~Departed to the Future~“.

Zuvor bestand die Herausforderung darin, Karten für dieses Ereignis zu erlangen, da diese nicht direkt zu kaufen sondern nur durch ein Gewinnspiel zu haben waren. Meine Freundin und ich hatten Glück, letztendlich zwei Karten – und wie wir später merkten sogar recht gute Plätze – zu erlangen.

Die Zeit verging schnell und schon stand der 2. Januar vor der Tür. Wir begaben uns Richtung Tokyo, wo das Nippon Budokan zu finden ist. Auf dem Weg stießen wir bereits zufällig auf eine der beiden Freundinnen, mit denen wir uns sowieso treffen wollten. Die andere wartete bereits am Zielort auf uns. Wir gingen dann gemeinsam in ein Restaurant, um vor dem Konzert noch einen Happen zu uns zu nehmen. Die beiden Freundinnen stellten sich als Otakus heraus und so fanden sich schnell viele gemeinsame Interessen. Von einer dieser erhielten wir auch ein wichtiges Utensil für Konzerte dieser Art: Leuchstäbe.

Hiernach gingen wir dann auch auf direktem Wege zur Konzerthalle, wo sich bereits ein riesiger Menschenauflauf eingefunden hatte. Und auch nur wenige Augenblicke später begann bereits der Einlass. Recht schnell machte sich die sehr gute aber auch sehr strikte Organisation bemerkbar. So war im Inneren für jeden, der eine Konzertkarte sein Eigen nennen konnte, ein Sitzplatz reserviert. Das gab es bei keinem der Konzerte, dem ich bisher beigewohnt hatte. Das zur positiven Seite; die negative Seite war jedoch, dass Fotoaufnahmen jeglicher Art im Inneren der Konzerthalle strengstens verboten waren. Gegenläufige Versuche wurden jederzeit schnellstens unterbunden. Gerade für mich war dies ein ziemlich schwer zu schluckender Fakt. Davon wollte ich mir aber nicht die Freude am Konzert verderben lassen.

Um Schlag 16:00 fing das Konzert an und ging mit Kawada Mami und dem großartigen PSI-missing gleich in die Vollen. Bekleidet war sie mit einem sehr ansprechenden und zu ihr gut passenden schwarzen Lederkleid, was für mich eines der besten Outfits des Abends war. Vom Start weg war das Publikum voll dabei und wirkte an diesem energiegeladenen Spektakel mit. Und der Anblick der unzähligen Leuchtstäbe, welche zum Rhythmus tanzten, war überwältigend.

Die äußerst mächtigen E-Gitarren kamen Kawada Mamis Stücken sehr zu gute und gaben ihnen noch einen Funken mehr Energie. So sang sie neben einigen anderen Stücken dann etwas später auch das von mir sehnsüchtig erwartete JOINT und zum Abschluss ihres Teils noch Get my way. Ein wahrhaft furioser Start in einen Abend, der gehaltvoller nicht sein konnte.

Als nächstes stand der Auftritt von Shimamiya Eiko auf dem Plan. Ihr Outfit erinnerte ein wenig an Tinkerbell, wie sie selbst anmerkte. Ihr Auftritt gestaltete sich zunächst jedoch recht kurz und beschränkte sich auf ULYSSES von der gleichnamigen EP sowie zwei weiteren Stücken. Jedoch trat sie hiernach gleich wieder mit ihrer Kollegin Kawada Mami in Form von Healing Leaf auf die Bühne und trug noch zwei weitere Stücke vor. Zum Schluss übernahm sie noch die Introduktion der nächsten Künstlerin, die hier zum allerersten Mal singen sollte.

IKU, so der Name, war mir bisher nur vom ED von To Aru Majutsu no Index bekannt. Erst in diesem Augenblick wurde mir bewusst, dass auch IKU mehr oder weniger etwas mit I’ve Sound zu tun hat. Und besagtes ED war auch eines der beiden Stücke, dass sie an diesem Abend vortrug. Bekleidet war sie mit einem weißen federartigen Kleid, welches einen sanften Eindruck vermittelte.

Quasi als Umrahmung trat danach noch einmal Shimamiya Eiko auf die Bühne und sang noch zwei weitere Stücke, so dass ihr Beitrag zum Abend dann doch noch in akzeptabler Länge ausfiel. Meine Freundin bedauerte jedoch, dass Naraku no Hana keines der vorgetragenen Stücke dieses Abends war. Ich persönlich hätte auch gerne das erste OP von Higurashi no Naku Koro ni gehört.

Jedenfalls betrat hieraufhin Utatsuki Kaori im pinkfarbenen Marienkäfer-Outfit die Bühne. Bekannt war sie mir eigentlich nur von Shining Stars Bless☆, dem OP von Nanatsuiro Drops und genau dieses war auch das erste von ihr vorgetragene Stück. Einige weitere Stücke folgten, bevor auch sie die Bühne verließ. Ungewiss war nun, wer noch folgen sollte, da noch zwei große Namen fehlten.

Als die Projektion im Hintergrund nun schemenhafte Bilder zeigte und für kurze Augenblicke ein vertrautes Gesicht zu sehen war, war die Aufregung im Publikum groß. Bestätigt wurde sie, als schließlich auch der erwartete Name eingeblendet wurde: KOTOKO! Entgegen den Erwartungen sollte sie also nicht der große Höhepunkt zum Schluss sein.

Sie betrat die Bühne in einem Kleid, welches sie vermutlich wie üblich selbst entworfen hatte. Es war zur einen Hälfte dunkel und mit langem Ärmel gehalten und zur anderen Hälfte sehr bunt mit Blumen und Federn verziert. Das erste Stück war das von mir erhoffte aber eigentlich nicht erwartete Real Onigokko. Ihre wunderschöne und zugleich gewaltige Stimme war überwältigend. Dies wurde nur umso mehr in weiteren Stücken wie , Close to me und Hayate no Gotoku bestätigt. Daneben erhielt KOTOKO bei dem Stück Kirei na Senritsu ungewöhnliche musikalische Unterstützung in Form von Ex-Megadeth-Gitarrist Marty Friedman, welcher trotz amerikanischer Abstammung erstaunlich gut Japanisch beherrschte. Eines der letzten Stücke war Re-Sublimity und bei diesem Stück war es dann auch um mich geschehen und ich holte eilig den letzten aber auch leuchtstärksten Leuchtstab hervor. Diesen sollte ein jeder von uns bei seinem Lieblingslied einsetzen. Re-Sublimity und Agony waren dereinst die allerersten Lieder, welche ich von KOTOKO gehört hatte. Sie bildeten die musikalische Umrahmung zu Kannazuki no Miko und ich war sofort hin und weg von diesem Musikstil. Einige Jahre und Albumkäufe später bin ich noch immer ein überzeugter Fan ihrer musikalischen Fähigkeiten. Deswegen war ich auch umso glücklicher als ich von diesem Konzert erfuhr und damit sicher war, dass KOTOKO auch dabei sein würde.

Jedenfalls endete auch KOTOKOs Auftritt sehr bald und sie überließ die Bühne C.G mix. Bei diesem Sänger handelt es sich um einen der Hauptkomponisten von I’ve Sound, ich hatte jedoch bisher noch nichts von ihm gehört. Auch war mir neu, dass es bei I’ve Sound auch Männer als Künstler gibt. Beim vorrangig männlichen Publikum konnte C.G mix offenbar auch eher weniger Begeisterungsstürme auslösen, da die ansonsten sehr laute Fraktion vor uns hier recht still war. Das sollte sich jedoch bald wieder ändern.

Denn hiernach betrat KOTOKO erneut die Bühne, jedoch nicht allein. Zusammen mit Utatsuki Kaori als Kombo „Short Circuit“ trug sie weitere Stücke vor. Für diese Performance hatten beide jedoch ihre Outfits zu einem aufeinander abgestimmten Partner-Look im Lolita-Flair gewechselt. Auch hier konnten beide Künstlerinnen vollends überzeugen.

Nun also fehlte nur noch eine im Bunde der fünf. Und diese gab sich dann auch sogleich die Ehre: MELL. Oder Mell-sama wie sie lauthals von nebenan begrüßt wurde. Sie betrat die Bühne in einem für sie eher untypischen weißen Ballkleid, was ihr jedoch sehr gut stand. Begleitet wurde sie von einer etwas merkwürdig wirkenden weißen Gestalt, welche kurz darauf auch einen nicht minder merkwürdigen Tanzstil offenbaren sollte. Unbeirrt davon konnten wir MELLs Glanzparade bei Stücken wie KILL (Titelthema des gleichnamigen Filmes), repeat (unterstützt von Eric Mouquet von Deep Forest) und Red fraction beiwohnen. Letzteres war das letzte der Stücke, die ich unbedingt an diesem Abend hören wollte.

Und als ob der Abend bis jetzt noch nicht ausreichend gefüllt gewesen wäre, wurde nun noch einer draufgesetzt. Denn nun wurden die Instrumente auf der Bühne mit Folie abgedeckt und ein merkwürdiges aber doch sehr vertrautes Ungetüm aus Rohren auf die Bühne geschoben. Es gibt auf der Welt nur eine einzige Kombo, die solch ein „Instrument“ spielen kann und die Aufregung war umso größer, als die Projektion auf der Bühne die Vermutung bestätigte: die Blue Man Group sollte hier und heute an diesem Abend auftreten.

In ihrem typisch sonderbar aber einfangendem Stil bewegten sie die Massen zu einer gemeinsamen Performance, indem einzelne „Rock Concert Movements“ einblendeten. Das Publikum beteiligte sich hier ausnahmslos und die drei blauen Mannen wirkten ein wenig überwältigt, obgleich dies angesichts ihrer ausdruckslosen Gesichter nur schwerlich auszumachen ist. Nach einiger Zeit stießen dann auch die fünf großen Künstlerinnen des Abends als Love Planet Five dazu. Zusammen mit der eigentümlichen musikalischen Untermalung der Blue Man Group trugen die Künstlerinnen die beiden Stücke HYDIAN WAY und See You vor. Dies sollten dann auch die letzten beiden Stücke dieses Abends sein.

Sollten. Natürlich lässt es sich kein Publikum der Welt nehmen, nach einer Zugabe zu rufen. Im Japanischen ist dies 「アンコール」 und es bedurfte ganzer 5 Minuten Zurufe, bevor sich auf der Bühne etwas tat. Doch bevor auch nur irgendwer auf die Bühne trat wurden einige Informationen auf die Leinwand projiziert. Neben der obligatorischen Information zur Live-CD gab es hier aber auch erstes Bildmaterial zum Jubiläums-Film zum 10-jährigen Bestehen von I’ve Sound zu sehen. Der Inhalt des Filmes ist eine fiktive Geschichte rund um die fünf Hauptkünstlerinnen und ihrer gemeinsamer Erlebnisse in jungen Jahren. Die Rolle jeder der Künstlerinnen wird hierbei von einer Schauspielerin übernommen. Amüsanterweise spielen die Künstlerinnen selbst aber auch in diesem Film als Lehrerin, TV-Moderatorin und dergleichen mit. Als Erscheinungstermin gab es zu diesem Zeitpunkt leider nur ein „Coming soon“.

Im gemeinsamen Love-Planet-Five-Outfit traten die fünf Künstlerinnen nun erneut vor das Publikum und sangen die wirklich letzten Stücke des Abends, Tenjou wo Kakeru Monotachi und Fair Heaven. Zu diesem Zeitpunkt sah man verstärkt die starken Leuchstäbe im Publikum, welche sich die meisten offenbar für das letzte Stück aufgehoben hatten. Bereits während des letzten Stücks waren einige der Künstlerinnen bereits so sehr ergriffen, dass sie nur noch unter Tränen singen konnten. Nachdem das letzte Stück vorbei war, traten auch die Produzenten und Komponisten von I’ve Sound auf die Bühne und äußerten einige Worte zum 10-jährigen Jubiläum von I’ve Sound. Auch in diesen ergreifenden Augenblicken flossen wieder viele Tränen und das Publikum fühlte mit den Künstlerinnen.

Nun ging der Abend langsam aber sicher seinem Ende entgegen und die Künstler verließen unter reißendem Applaus und lauthalsen Zurufen die Bühne. Nach exakt 5 Stunden (!) fand dieser energiegeladene und großartige Abend nun also seinen Abschluss. Dem Zuruf „I’ve 最高“ kann ich mich hierbei nur anschließen; dieser Abend war wirklich das Beste überhaupt.

Die komplette Übersicht aller an diesem Abend gesungenen Stücke:

  1. PSI-missing / 川田まみ
  2. radiance / 川田まみ
  3. 風と君を抱いて / 川田まみ
  4. RIDE -The Front Line Covers ver.- / 川田まみ
  5. JOINT / 川田まみ
  6. 緋色の空 / 川田まみ
  7. Get my way! / 川田まみ
  8. ULYSSES / 島みやえい子
  9. DROWNING -The Front Line Covers ver.- / 島みやえい子
  10. To lose in amber / 島みやえい子
  11. 雨に歌う譚詩曲 / Healing Leaf
  12. 秋風に君を想ふ / Healing Leaf
  13. Rimless ~フチナシノセカイ~ / IKU
  14. 木の芽風 / IKU
  15. WHEEL OF FORTUNE (運命の輪) / 島みやえい子
  16. 銀河の子 / 島みやえい子
  17. Shining stars bless☆ / 詩月カオリ
  18. Chasse / 詩月カオリ
  19. Senecio / 詩月カオリ
  20. SWAY / 詩月カオリ
  21. Change of heart / 詩月カオリ
  22. Do you know the magic? / 詩月カオリ
  23. リアル鬼ごっこ / KOTOKO
  24. 羽 / KOTOKO
  25. Close to me… / KOTOKO
  26. 季節の雫 -The Front Line Covers ver.- / KOTOKO
  27. きれいな旋律 / KOTOKO with マーティ・フリードマン
  28. U make 愛 dream / KOTOKO
  29. Re-sublimity / KOTOKO
  30. ハヤテのごとく! / KOTOKO
  31. under the darkness / C.G mix
  32. version up / C.G mix
  33. ミオクルカラ / C.G mix
  34. True eyes / C.G mix
  35. DETECT / C.G mix
  36. Welcome to HEAVEN! / C.G mix
  37. Crash Course ~恋の特別レッスン~ / SHORT CIRCUIT(KOTOKO to 詩月カオリ)
  38. 恋愛CHU! / SHORT CIRCUIT(KOTOKO to 詩月カオリ)
  39. SAVE YOUR HEART -Album Mix- / SHORT CIRCUIT(KOTOKO to 詩月カオリ)
  40. Double Harmonize Shock!! / SHORT CIRCUIT(KOTOKO to 詩月カオリ)
  41. KILL / MELL
  42. SCOPE / MELL
  43. さよならを教えて ~comment te dire adieu~ / MELL
  44. repeat -Deep Forest Remix- / MELL with エリック・ムーケ
  45. Bizarrerie Cage / MELL
  46. Red fraction / MELL
  47. 美しく生きたい / MELL
  48. HYDIAN WAY / Love Planet Five with BLUEMAN GROUP
  49. See You ~小さな永遠~ / Love Planet Five
  50. 天壌を翔る者たち / Love Planet Five
  51. Fair Heaven / Love Planet Five

(Quelle: I’ve Sound Explorer)

Jahreswechsel in Japan

Der Jahreswechsel in Japan gestaltet sich ein ganzes Stück anders als in Deutschland. Während man hierzulande das neue Jahr lautstark und mit viel Pyrotechnik willkommen heißt, geht es in Japan eher gemächlich zu.

Tradition ist es, zu Silvester einen Schrein aufzusuchen und dort für viel Glück im neuen Jahr zu beten und Talismane zum Schutz zu kaufen. Meine Freundin und ich haben uns für den Schrein in Washinomiya entschieden, da wir gleichzeitig unbedingt einmal eine Szenerie aus Lucky Star selbst erleben wollten.

Auf der Hinreise konnten wir glücklicherweise neben den üblichen JR-Linien auch von einer lokalen Linie Gebrauch machen, womit sich der Fußweg auf 5 Minuten beschränkte. Wir folgten dabei wohlwissend einer Gruppe Otakus um den richtigen Weg zu finden.

Am Schrein angekommen reihten wir uns in eine schon beachtlich lange Schlange ein. Grund für die Warterei: Lucky-Star-Figuren in Form einer Sonderedition der Nendoroids. Und wir mussten warten. Sehr lange. Und bedauerlicherweise waren die Temperaturen nicht unbedingt auf einem Niveau, bei dem man sich gerne lange draußen aufhält. Aber wir waren geduldig und hielten aus, schließlich sollte bei jeder Figur auch ein おみくじ für das nächste Jahr dabei sein.

Um uns herum ausschließlich Otakus. Auch wenn ich fast nichts vom Japanisch dieser verstand, hörte ich doch ständig die Namen von mehr oder weniger aktuellen Animes. Nach langer Wartezeit waren dann auch endlich wir an der Reihe und zogen unsere Figuren aus dem Karton. Danach begaben wir uns sofort auf Essenssuche und begnügten uns letztendlich mit Yakisoba (Bratnudeln). Während des Essens begutachteten wir dann unseren Fund. Ich hatte zwei Figuren gezogen, um die Chance auf eine Konata zu erhöhen. Stattdessen hatte jedoch ich zweimal Kagami gezogen. Meine Freundin hatte eine Miyuki gezogen. Also leider keine Optimalkombination Konata-Kagami-Tsukasa.

Die おみくじ, die wir mit diesen Figuren gezogen hatten, sahen auch eher weniger rosig aus; eine Kagami brachte 凶 (Fluch), Miyuki sogar einen 大凶 (großen Fluch) und nur die zweite Kagami brachte 吉 (Segen).

Jedenfalls wanderten wir hiernach über das Schreingelände und schauten uns die Umgebung an. Neben den vielen Verkaufsständen und Menschen gab es einige sehr alte traditionelle Gebäude zu sehen. Bedauerlicherweise war es schon zu dunkel, um die ganze Pracht dieser genießen zu können. Dafür gab es hier an diesem Ort jedoch etwas zu sehen, was in Tokyo eine Rariät ist: Sterne. Wir konnten praktisch genau so viele Sterne wie in Dresden sehen, was in der Stadt aufgrund der Eigenillumination leider unmöglich ist.

Zu diesem Zeitpunkt waren wir reichlich durchgeforen und wir begaben uns Richtung der immer noch bzw. immer wieder umfangreichen Warteschlange. Daneben hatten wir zuvor ein Lagerfeuer nebst seinem Besitzer gesehen und ebendieser lud uns nun freundlich ein, am Feuer Platz zu nehmen. In dieser kalten Nacht war dies eine sehr angenehme Erfahrung und schnell waren wir wieder aufgewärmt.

Wir bedankten uns und begaben uns Richtung Hauptgebäude des Schreingeländes. Dort hatte sich ebenfalls eine Schlange gebildet, jedoch aus einem anderen Grund. Es ist Tradition, zum Jahreswechsel vor ein Sammelbecken zu treten, eine kleine Spende einzuwerfen und sich nach zweimaligem Händeklatschen etwas für das neue Jahr zu wünschen. Und dies taten wir dann auch nach einer weiteren langen Wartezeit. Während letzterer empfahl mir meine Freundin, mir einen Talisman für das neue Jahr zu holen, da Menschen aus meinem Geburtsjahr nach dem traditionellen japanischen Kalender im Jahre 2009 eher Unglück haben sollen. Ich sollte daher jeden Schutz in Anspruch nehmen, den ich bekommen kann. Also tat ich dies. Auch zogen wir jeder noch ein normales おみくじ in welchem Empfehlungen für das neue Jahr in einzelnen Bereichen des Lebens geschrieben standen.

Nach dem diese Rituale vollendet waren, begaben wir uns wieder auf die Heimreise. Bedauerlicherweise konnten wir nun nicht mehr mit der lokalen Linie fahren, mit der wir angereist sind, da diese nachts nicht mehr fährt. Stattdessen mussten wir uns auf einen längeren Weg Richtung Kuki-Station (nein, nichts mit Keksen) begeben. Die Aussicht auf ein heißes Bad und ein warmes Bett ließ uns jedoch bis zuhause durchalten.

In diesem Sinne 「明けましておめでとう」 und „Frohes neues Jahr“!