Faun in Glauchau

An einem verregneten Freitag machten sich meine Mannen und ich auf, die Burg in Glauchau zu erobern. Uns wurde berichtet, dass sich am Abend ebenselbigen Tages ein denkwürdiges Schauspiel zutragen soll: der Auftritt der Gruppe Faun.

Doch zuvor standen wir der schwierig zu bewältigenden Aufgabe gegenüber, den richtigen Weg zur Stadt Glauchau zu finden. Wir trafen auf viele Irrwege und trotz unserer in weiser Vorausschau mitgenommenen Karte wurden wir von so manchem Pfad zum Narren gehalten. Schlussendlich konnte uns aber nichts von unserem Vorhaben abbringen und wir erreichten den Schloßplatz in Glauchau.

Recht schnell bemerkten wir, dass wir etwa um 2½ Stunden verfrüht eingetroffen waren und nahmen die Gelegenheit beim Schopfe und schauten uns ein wenig um. Angesichts des Mittelaltermarktes wurden erwartungsgemäß viele Stände aufgebaut und Waren jeglicher Art feilgeboten.

Nach einem kurzen geschickten Schachzug gelang es uns, die einzigen Wachen zu passieren und den hinteren Teil der Burg zu betreten. Dort lauterten allerlei seltsames Getier, wie etwa ein bellender Verkaufsstand und ein singender Baum. Davon unbeirrt stellten wir fest, dass im begehbaren Areal der Burg offenbar keine Schätze zu finden waren, weshalb wir uns außerhalb umschauten. Leicht entmutigt ob der dort felsenfest verschlossene Pforten aber erleichtert ob des abflauenden Regens machten wir uns auf, in die Burg zurückzukehren. Dort eingetroffen schlugen wir uns zuerst einmal unsere Bäuche voll, die Reise war schließlich lang und anstrengend. Hiernach begaben wir uns wieder zum Hauptplatz und besprachen die Lage ein wenig.

Nach einiger Zeit tat sich endlich etwas: die Bühne wurde vorbereitet und einige Zeit später traten auch die Hauptakteure auf. Aufgrund einiger klanglicher Schwierigkeiten zogen sich die Vorbereitungen in die Länge, doch kurz nachdem die Uhr acht mal geschlagen hatte konnte die Darbietung beginnen. Wie es anders gar nicht sein konnte, lenkte Elisabeth mit dem wunderschönen Eröffnungsstück „Deva“ die Aufmerksamkeit auf sich, welchletztere sich danach auf die gesamte Bühne verteilte, als „Punagra“ gespielt wurde. Es folgten viele wohlbekannte und stimmungsvolle Stücke. Lisa und Fiona glänzten hier nicht zuletzt aufgrund ihrer bezaubernden Erscheinung. Im gleichen Atemzug erwähnt werden muss natürlich Ollivers imposanter Umgang mit seinem recht interessanten Instrument, der Nyckelharfe. Und auch die rhythmische Unterstützung seitens Rüdiger und seinem schier endlosen Vorrat an Perkussionsinstrumenten trug ihren Teil zur Stimmung bei. Und Niel … versank im Nebel. Doch hin und wieder gelang es uns, ein kurzes Blitzen seiner Silhouette durch die nebelige Wand zu erspähen. Ohne seine elektronische Untermalung würde manchen Stücken einiges an Atmosphäre fehlen. Das hierbei markanteste Stück, „Egil Saga“, wurde bedauerlicherweise nicht gespielt, was einige in unseren Reihen bedauerten. Unsere Ohren wurde dennoch verwöhnt; sei es durch den betörenden Gesang der beiden Maiden im mysteriös anmutenden „Sirena“ oder durch Ollivers Stimme im „Tagelied“.

Als eines der letzten Stücke wurde „Iyansa“, untermalt von einer eindrucksvollen Trommel und einem treibenden Rhythmus, gespielt. Doch wir wären nicht die mutigen Mannen die wir sind, wenn wir nicht lautstark eine Zugabe verlangten. Diese wurde uns auch dreimalig gewährt. Danach ergriffen die Faunen die Flucht. Während ein Teil von uns sie weiterhin im Auge behielt machten wir uns zu einem Nebenschauplatz auf, wo vom Fernen melodische Klänge zu vernehmen und vom Nahen eindrucksvolle Lichtspielereien zu sehen waren. Ein Feuerkünstler hatte sich angeschickt, die unverändert große Menge an Schaulustigen zu unterhalten. Nach diesem kurzen Abstecher gesellten wir uns wieder zu den anderen.

Wir setzten uns auf die Brüstung und erholten uns von dem Schauspiel, nichtsahnend dass noch ein weiteres folgen sollte. Denn eben erwähnter Feuerkünstler und seine musikalischen Begleiter begaben sich, nachdem die Bühne nun frei war, auf ebendiese und boten wiederum ihr Schauspiel dar. Der Tanz mit dem Feuer wurde sehr eindrucksvoll vermittelt und mancherlei Bewegung ließ erahnen, wie viel Kontrolle der Künstler über sein feuriges Element gehabt haben muss. Zumindest meistens.

Nach diesem Spektakel vertraten wir uns noch einmal die Beine und warfen unter anderem einen näheren Blick auf einen Stand mit schmuckvollen Ausstattungsgegenständen. Die ebenfalls dort angebotene Klinge sagte mir jedoch nicht zu, sie war zu sehr mit schmucken Verzierungen versehen. Ich bevorzuge eine schlichtere Erscheinung. Jedenfalls sollte nun nichts nennenswertes mehr stattfinden, weshalb wir uns wieder auf den Heimweg begaben. Nun kannten wir alle Tücken des Weges und trotz der Dunkelheit kam jeder unversehrt in seinem Heim an. Es war ein prachtvoller, amüsanter und in jedem Fall unterhaltsamer Abend mit einer wundervollen musikalischen Vorstellung.

Zum Abschluss meiner Beschreibung unserer Erlebnisse biete ich hier nun noch ein paar audiovisuelle Aufnahmen an. Als erstes wären da „Deva“ und „Punagra“ sowie „Iyansa“ von Faun. Des weiteren ließ ich es mir nicht nehmen, nicht eine, auch nicht zwei, sondern ganze drei Aufnahmen erwähnten feurigen Tanzes zu tätigen. Die bildlich festgehaltenen Erinnerungen folgen im Anschluss. Ich wünsche viel Vergnügen damit.

Opera ist genial

Ich ging bisher davon aus, dass ich aufgrund meiner doch schon sehr langen Nutzung mittlerweile sämtliche Geheimnisse im Opera-Browser ergründet habe. Und immer wieder gelingt es ihm, mich vom Gegenteil zu überzeugen.

Heutiges Beispiel? Ich versuchte, Thunderbird als als Empfänger für mailto-Links einzurichten. Ein einfaches /usr/bin/thunderbird --compose genügt hier aber natürlich noch nicht, da die Bezugsadresse fehlt. Also versuchte ich, die erforderlichen Platzhalter zu finden, welche Opera durch die entsprechenden Textteile ersetzt. Ich stieß zwar auf eine Dokumentation einiger Platzhalter, doch sind diese nur für die Verwendung in Buttons brauchbar, welche beliebig in die Oberfläche integriert werden können. Bei meinen Experimenten damit fuhr ich mehr oder weniger absichtlich mit der Maus über das Eingabfeld und dies bekam ich zu sehen:

Schön, wenn jemand mitdenkt.