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Archiv für den Tag ‘Software’

Sony Xperia T

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Es sind immer die kleinen Dinge, die so lange stören und nerven, bis man sich nach einer besseren Lösung umschaut. So auch bei meinem Handy, dem Sony Ericsson W890i. Es ist zwar ungemein praktisch, leicht und dank echtem Alu-Gehäuse auch recht robust. So trug es von einem Sturz aus mehr als 1 Meter Höhe lediglich eine kleine Delle davon.

Aber die Nachteile durch Alter und kompakter Bauweise machen sich nach und nach immer deutlicher bemerkbar: die kleinen Tasten sind wirklich klein, das Schreiben von SMS und ähnlichem wird dadurch unnötig erschwert. Dass unbekannte Wörter grundsätzlich nur mit einem Warnton und einer Verzögerung quittiert werden, bis man dieses als neues Wort hinzugefügt hat, macht das ganze auch nicht gerade erträglicher. Gewisse Verzögerungen bei etwas längeren Alben-Listen im Walkman sind zudem ebenso wenig nachvollziehbar wie der hakelige Umgang mit Bildern.

Kurzum: es wurde endlich Zeit für etwas Neues und dass es ein Android-basiertes Smartphone werden sollte, stand von Anfang an fest. Der umständlichen Bedienung und praktisch nicht existenten Anpassbarkeit eines iPhones wollte ich mich nicht ergeben. Außerdem durfte es gerne wieder ein Sony-Ericsson-Telefon sein, da mich die Qualität bei Hard- und Software insgesamt überzeugt hat.

So liebäugelte ich seit November vergangenen Jahres sehr lange mit dem Xperia Ion und wartete einen angemessenen Kaufpreis ab. Durch diverse Gutscheine einer bekannten Elektronikfachmarkt-Kette sollte ich auf jeden Fall den Preis noch einmal deutlich reduzieren können. Wie die Wochen vergingen, missfiel mir jedoch immer mehr die Aussicht auf ein praktisch recht altes Modell, unter anderem deutlich sichtbar an den für Android 2.3 optimierten Tasten. Also wanderte der Fokus weiter auf das nächste interessante Modell: T, Xperia T.

Abbildung des Sony Xperia T

Sony Xperia T, das „Bond Phone“

Mein neues Handy sollte unbedingt einen ausreichend großen Bildschirm haben, sodass ich zum einen in angemessener Qualität Videos und Filme anschauen kann. Zum anderen aber auch, um eine größere Tastatur für angenehmes Schreiben von Nachrichten nutzen zu können. Grundsätzlich bevorzuge ich physikalische Tastaturen aber Eingabesysteme wie Swipe erlauben mir am Ende sogar eine noch schnellere Eingabe, als ich sie mit althergebrachten Tasten jemals hätte erreichen können.

Das und eine geballte Ladung an Leistung verbunden mit der praktisch endlosen Anpassbarkeit des Android-Betriebssystems konnte mir das Xperia T bieten, weshalb es lange Zeit mein Favorit war. Ein neuer Anwärter stieg jedoch bald in den Ring, in Form des Xperia V. Dieses sollte alle Eigenschaften des Xperia T bieten und noch einige schöne Extras: staub- und spritzwasserschutz, eine augenscheinlich robustere Bauweise sowie eine verbesserte Kamera und LTE-Fähigkeit obendrein. Sorgen bereiteten mir lediglich die Abdeckungen der verschiedenen Steckplätze. Diese dürften nicht sonderlich lange halten, wenn sie z.T. täglich geöffnet und geschlossen werden müssen. Viel gravierender wirkte dagegen jedoch die Verzögerung beim Verkaufsstart hierzulande, begründet mit Software-Aktualisierungen (Android 4.1?) Zum derzeitigen Zeitpunkt gibt es noch immer kein offizielles Verkaufsdatum, dafür allerdings ein K.O.-Argument gegen das Xperia V: ein Startpreis von erschlagenden 579€, angesichts des bald erscheinenden Nachfolgemodells Xperia Z geradezu dreist.

Damit fiel dieses Handy aus dem Kreis der Optionen und meine Entscheidung auf das Xperia T.

Und soweit fühle ich mich in meinem Entschluss bestätigt: das Handy ist schnell und reagiert direkt, Anpassungen der Desktops per Widgets (noch einfacher mit dem neuen Sony Home Launcher) und das Hinzufügen neuer Apps machen einfach Freude. Und das Schreiben von SMS sowieso. Da ich sowieso über eine SMS-Flat verfüge, kann ich nun ungeniert halbe Romane schreiben, ohne mit dabei die Finger zu verkrampfen.

Zudem war die Eingabe von japanischen Zeichen auf dem alten Handy nur mühsam möglich. Nachdem man sich zuerst über spezielle Programme auf das Dateisystem des Handys Zugriff verschafft hat, muss man eine Schrift hinzufügen, die auch die japanischen Zeichen abdeckt. Soviel zur Anzeige. Für die Eingabe gibt es diverse Java-Applikationen wie Beeper Input, bei denen man ganz ähnlich alten japanischen Handys aus den anfänglichen 90er Jahren über Mehrfachtastendruck sich das gewünschte Erarbeitet. Nur Kana, wohlgemerkt. Kanji sind hier überhaupt nicht möglich. Hat man dann das gewünschte Wort zusammengebaut, muss man es nur noch über einen Extra-Dialog kopieren, in den SMS-Dialog zurückwechseln und dort einfügen.

Die Eingabe auf dem Xperia T im Vergleich: Benachrichtungsleiste herunterziehen, „Eingabemethode auswählen“, „Japanische Xperia™-Tastatur“, Kana-Eingabe. Und schon kann das muntere Schreiben losgehen, inkl. des vollständigen Kanji-Wortschatzes. Eine deutliche Vereinfachung, auch wenn ich mir einen Wechsel des Eingabesystems mit nur einer einzigen Taste wünschen würde.

Es wird sicher noch einige Wochen dauern, bis ich alle wichtigen Apps und Widgets gesucht und gefunden habe. Und sollte mir irgendwann langweilig werden, bleibt immer noch die Option des Rootens für eine gänzlich uneingeschränkte Auswahl. ;-)

Geschrieben von Mathias

25. Januar 2013 um 22:56

Wie wahr, wie wahr …

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Eine passendere Maßeinheit gibt es kaum

Geschrieben von Mathias

14. Juli 2012 um 02:17

Ein Schritt zurück und zwei nach vorn

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Wenn mir ein Merkmal an PCs wichtig ist, dann ist es schnelle und saubere Wiedergabe von HD-Material. Während 720p überhaupt kein Problem darstellt, gibt es bei 1080p zum Teil drastische Unterschiede.

Abbildung der Grafikkarte ATI Radeon HD4670

ATI Radeon HD4670

Aus diesem Grund tauschte ich dereinst meine eher betagte ATI Radeon 9600 (Chip RV350) gegen eine ATI Radeon HD4670 (Chip RV730), da mir erstere nicht mehr die Performance bot, die ich als Normalzustand voraussetze. Doch von Anfang an sah ich mich Problemen gegenüber gestellt. So war es praktisch an der Tagesordnung, dass der Bildschirm beim Systemstart bei der Aktivierung von KMS schwarz wurde und auch blieb. Dem Festplattengeräusch war zu entnehmen, dass das System und schließlich auch X normal weiter startete, das Bild blieb jedoch unbenutzbar. Die Tastenkombination SysRq+R,S,U,B ging nach kurzer Zeit trotz Verärgerung locker von der Hand, um zumindest das System so sauber wie möglich neu zu starten. Nach 1, maximal 2 Neustarts trat das Problem nicht mehr auf. Die Beziehung zwischen Kalt- und Warmstarts tiefer zu ergründen erschien mir zu müßig.

Ein weiteres Problem stellte der Einsatz von 3D in Form von OpenGL dar: immer wenn ein (vermeintlich) zu großer oder aufwändiger Zeichenkontext auf dem Bildschirm aktiv war, stockte das System kurz und startete urplötzlich und ohne jegliche Meldung neu. Trotz aller Anstrengungen, das Ausschreiben von System-Logs zu erzwingen gelang es mir nicht, auch nur eine Spur eines Hinweises zu finden, wo das Problem liegen könnte. Dieses Problem trat auf mit dem gl-Ausgabetreiber vom mplayer sowie beim Umschalten zwischen einer 3D-Applikation und einem anderen Fenster.

Schließlich das größte Manko: die HD-Wiedergabe von 1080p-Material war – Pardon – unter aller Sau. Der Verlust der Synchronisierung von Audio und Video war keine Seltenheit. Ruckeln und Schlieren (Tearing) an der Tagesordnung. Keine wirklich angenehme Benutzererfahrung, wenn ein Video stockt und bei stärkeren horizontalen Bewegungen quasi auseinander gerissen wird. Und stets droht die Gefahr, dass das System sich mal eben einen Neustart gönnt, wenn man es wagen sollte, den theoretischen Geschwindigkeitsgewinn einer OpenGL-Ausgabe nutzen zu wollen.

Ich spielte schon mit dem Gedanken, mir einen komplett neuen PC mit aktuellen Bauteilen zusammenzusetzen, als mir meine alte Radeon-Karte in den Sinn kam. Ich wollte es auf einen Versuch anlegen …

Abbildung der Grafikkarte ATI Radeon 9600

ATI Radeon 9600

Und ich sollte es nicht bereuen. Sämtliche angesprochenen Probleme sind verschwunden. Es erscheint mir unlogisch, wie eine deutlich ältere Karte mit deutlich weniger Leistung dennoch eine um ein Vielfaches bessere und stabilere Erfahrung bieten kann, aber genau so ist es. Die Wiedergabe von großformatigem HD-Material läuft nun sauber und ohne Probleme, der Systemstart läuft normal durch. Und 3D ist nun – der Leistung der Karte entsprechend – komplikationsfrei möglich.

In diesem Sinne stieß ich kürzlich auch auf eine Lösung für das Tearing-Problem. Durch den Einsatz von Compiz als Window-Manager löst sich das Problem in Luft auf. Dies begründet sich damit, dass Compiz auf OpenGL als Zeichenkontext setzt, wogegen Xfwm4, mein Standard-WM, XRender verwendet. Die für die Vermeidung von Schlieren unbedingt erforderliche VSync-Funktionalität ist dagegen in XRender nicht verfügbar, in der OpenGL-Ausgabe im Grafikkarten-Treiber jedoch standardmäßig aktiviert. Dadurch wird die Synchronisation der Zeichenoperationen mit dem Bildschirm erzwungen, womit eine flüssige Ausgabe erfolgt.

Als Treiber für beide Grafikkarten kam stets der offenen radeon-Treiber zum Einsatz, da das proprietäre Pendant in Form des fglrx-Treibers entweder nicht zur aktuellen X-Version kompatibel war oder schlichtweg nicht funktionierte. Und während die Einführung der Gallium-Architektur für den r600-Treiber aus meiner Sicht nur Nachteile brachte, mauserte sich der r300-Treiber zu einer zuverlässigen und durchaus performanten Möglichkeit, die Radeon 9600 zu betreiben. Alle Unzulänglichkeiten, die mich beim klassischen r300-Treiber zum Wechsel auf meine Radeon HD4670 bewegten sind nun pasé.

Fazit: um meinem Ziel einer angenehmen Wiedergabe von HD-Material näher zu kommen, musste ich einen Schritt zurück tätigen.

Geschrieben von Mathias

19. Januar 2012 um 22:47

Geliebte Einzeiler

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Da mich das lautstarke Knarzen meiner Logitech MX518 beim Scrollen schon lange störte und auch die Oberfläche dieser nicht mehr wirklich angenehm war, gönnte ich mir nach langer Zeit einmal etwas Neues. Nach kurzer Suche fiel meine Wahl auf die Logitech M500:

Damit kann ich nun endlich laut- und scheinbar endlos scrollen. Die Kippfunktion des Mausrads ist allerdings nicht ganz glücklich geraten; bei einem Mittelklick löst man viel zu leicht die Vor/Zurück-Funktionalität aus. Das fehlen der Tasten zum Umstellen der Auflösung im Vergleich zur MX518 kann ich verschmerzen, da ich diese sowieso nie wirklich genutzt habe. Nichtsdestotrotz wünschte ich mir bei meiner neuen Maus eine höhere Auflösung; die augenscheinlich standardmäßigen 400 CPI sind mir zu wenig.

Von früheren Versuchen war mir noch das Werkzeug Lomoco bekannt, welches ebenso die Möglichkeit bietet, die Auflösung sowie einige anderen Parameter von Logitech-Mäusen anzupassen. Der Versuch sollte allerdings erst einmal fehlschlagen:

$ lomoco --1200
002.018: 046d:c069 Unsupported Logitech device: Unknown

Da hieß es nicht verzagen sondern Quellen laden. Die schließlich notwendige Anpassung erwies sich als einer der heißgeliebten Einzeiler:

--- src/lomoco.c    2011-03-05 22:06:12.000000000 +0100
+++ src/lomoco.c    2011-03-05 22:07:23.000000000 +0100
@@ -47,6 +47,7 @@
 {0xc025, "MX500 Optical Mouse",                        "M-BP81A",     0, 1, 1, 1, 0},
 {0xc031, "iFeel Mouse (silver)",                       "M-UT58A",     0, 1, 0, 0, 0},
 {0xc041, "G5 Laser Gaming Mouse",                      "M-UAC113",    0, 1, 0, 1, 0},
+    {0xc069, "M500 Laser Mouse",                           "M-500",       0, 1, 1, 0, 0},
 {0xc501, "Mouse Receiver",                             "C-BA4-MSE",   1, 0, 0, 0, 0},
 {0xc502, "Dual Receiver",                              "C-UA3-DUAL",  1, 0, 0, 0, 1},
 {0xc503, "Receiver for MX900 Receiver",                "C-UJ16A",     1, 0, 0, 1, 0},

Der Quellcode selbst dokumentierte in einfacher Form, wie man an die nötigen Angaben gelangen kann. (In diesem Fall der Inhalt von /proc/bus/input/devices)

Und damit kann ich nun meine neue Maus per Lomoco konfigurieren. :-) Um das ganze festzuhalten erstellte ich auch gleich einen Report für das Lomoco-Debian-Paket.

Geschrieben von Mathias

5. März 2011 um 23:55

Gloobus

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Ein sehr interessantes Projekt, auf dass ich kürzlich gestoßen bin ist Gloobus, hier insbesondere die Preview-Komponente:

Photo betrachtet in der Gloobus Preview

Erklärtes Ziel dieses Projektes ist es, eine allgemeine Vorschau für Daten aller Art zu implementieren. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Geschwindigkeit gelegt, denn einer langsamer Start ist ein KO-Argument für eine Vorschau. Dazu gesellt sich noch eine äußerst ansprechende Erscheinung, die laut Beschreibung sogar anpassbar sein soll.

Bei einigen kurzen Tests erwies sich die Vorschau als recht gut benutzbar, auch wenn sie bei hochauflösenden Bildern ähnlich langsam ist wie allgemeine Bildbetrachter wie Ristretto im Vergleich zum hier sehr schnellen Gthumb. Möchte man die jeweilige Datei genauer unter die Lupe nehmen, gibt es einen Vollbildmodus, möchte man sie bearbeiten eine entsprechende Schaltfläche dafür. Schlau ist auch die automatische Anzeige von Album-Cover beim Abspielen von Audio-Dateien.

Ein guter Schritt in die richtige Richtung, nur würde ich mir wünschen, dass die Vorschau automatisch beim Hovern von Dateien aktiv wird. Natürlich verbunden mit einer konfigurierbaren Wartezeit, falls man doch einmal nicht möchte, dass ein 1080p-HD-Video mit einer entsprechenden Dateigröße geladen wird.

Geschrieben von Mathias

2. August 2010 um 14:43

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Opera ist genial

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Ich ging bisher davon aus, dass ich aufgrund meiner doch schon sehr langen Nutzung mittlerweile sämtliche Geheimnisse im Opera-Browser ergründet habe. Und immer wieder gelingt es ihm, mich vom Gegenteil zu überzeugen.

Heutiges Beispiel? Ich versuchte, Thunderbird als als Empfänger für mailto-Links einzurichten. Ein einfaches /usr/bin/thunderbird --compose genügt hier aber natürlich noch nicht, da die Bezugsadresse fehlt. Also versuchte ich, die erforderlichen Platzhalter zu finden, welche Opera durch die entsprechenden Textteile ersetzt. Ich stieß zwar auf eine Dokumentation einiger Platzhalter, doch sind diese nur für die Verwendung in Buttons brauchbar, welche beliebig in die Oberfläche integriert werden können. Bei meinen Experimenten damit fuhr ich mehr oder weniger absichtlich mit der Maus über das Eingabfeld und dies bekam ich zu sehen:

Schön, wenn jemand mitdenkt.

Geschrieben von Mathias

21. Juli 2006 um 16:10

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Debian-Repository eingerichtet

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Ich habe nun unter http://download.noctus.net/debian/ ein Debian-Repository für meine selbstgebauten Pakete eingerichtet. Momentan sind dort folgende Pakete verfügbar:

Folgende Zeile gehört in die /etc/apt/sources.list, wenn ihr meine Pakete nutzen wollt:

deb http://download.noctus.net/debian unstable/

Kompiliert habe ich sie unter Debian Sid, ihre Lauffähigkeit auf anderen Debian-Zweigen kann ich somit leider nicht garantieren. Um die Warnungen APTs aufgrund des unsignierten Repositories zu unterbinden, kann folgender Befehl ausgeführt werden:

wget http://noctus.net/0x77B0B098.pub.asc -O - | apt-key add -

Damit wird mein öffentlicher Schlüssel dem APT-Schlüsselbund hinzugefügt. Nähere Informationen hierzu finden sich im Debian Wiki.

Ich teste die Pakete auf meinem eigenen System recht ausgiebig und nutze sie auch alltäglich, dennoch kann ich Fehlfunktionen auf anderen Systemen nicht ausschließen, daher geschieht die Nutzung meiner Pakete auf eigene Gefahr.

Geschrieben von Mathias

21. Juni 2006 um 21:30

Thunderbird auf Mailinglisten

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Hinweis an Debian–Nutzer: seit Version 1.5.0.5-1 wurde dem Thunderbird–Paket seitens der Maintainer der Reply–To–List–Patch hinzugefügt. Meine Pakete sind damit obsolet und werden nicht mehr aktualisiert.

Seit einiger Zeit verfolge ich die Aktivitäten auf manchen Mailinglisten wie z. B. der „Debian User German“-Mailingliste. Da ich auch hin und wieder antworten möchte, war ich, wie wohl die meisten Thunderbird-Nutzer, gezwungen, entweder die „Antworten“-Funktion zu verwenden und die E-Mail-Adresse zu korrigieren oder aber die Privatadresse des Empfängers bei der „Allen Antworten“-Funktion zu entfernen.

Der Grund dafür ist, dass Thunderbird keine Möglichkeit bereitstellt, direkt auf die E-Mail-Adresse zu antworten, welche im List-Post-Mailheader enthalten ist. Dieser Mailheader legt im Allgemeinen fest, auf welche E-Mail-Adresse zu antworten ist, um direkt in die Mailingliste zu posten.

Angenervt von der Tatsache, dass der Umgang mit Mailinglisten im Thunderbird deshalb ziemlich umständlich ist und ich auch schon versehentlich eine E-Mail direkt an einen Poster geschickt habe, begab ich mich auf die Suche nach einer Lösung für dieses Problem. Und ich wurde fündig: Reply To List Thunderbird Extension.

Der Haken an dieser Erweiterung für Thunderbird ist jedoch, dass sie ein wenig tiefere Eingriffe in den Quellcode des Mailclients erfordert, da sie auf einige Funktionen zugreift, welche sich noch nicht in den offiziellen Quellen des derzeitigen Thunderbird-Entwicklungszweiges befinden. Der dafür erforderliche Patch ist nicht sonderlich umfangreich und deshalb erstaunt es umso mehr, dass der zugehörige Bugreport erst sechs Jahre nach Eröffnung geschlossen wurde.

Die Zeit bis zur Veröffentlichung von Thunderbird 3.0 wollte ich nicht abwarten, also lud ich mir mit Hilfe meiner Paketverwaltung die erforderlichen Quelldateien herunter, wandte den Patch an und baute mir frische und installierfertige Pakete. Diese wurden natürlich sogleich installiert, um die erforderliche Erweiterung ergänzt und für funktionstüchtig befunden. Mir steht nun also die gewünschte „An die Liste antworten“-Funktion zur Verfügung, welche das Arbeiten mit Thunderbird wieder etwas komfortabler macht.

Um anderen diesen Aufwand zu ersparen, stelle ich die von mir erstellten Pakete in meinem Repository zur Verfügung.

Geschrieben von Mathias

21. Juni 2006 um 21:30

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Ade, ATI-Treiber!

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Ich wechselte bereits vor einiger Zeit vom offiziellen ATI-Treiber („fglrx“) zu seinem freien Pendant („radeon“) und bin damit bis auf einige Dinge auch recht zufrieden. Der Treiber ist im Gegensatz zum offiziellen Treiber sehr stabil und erlaubte mir nun auch erstmalig, die Composite-Erweiterung des X-Servers zu nutzen.

Bedauerlicherweise stand mir hier bis jetzt kein Direct Rendering zur Verfügung, was zur Folge hatte, dass sämtliche die Grafik betreffenden Berechnungen nicht direkt von meiner Grafikkarte durchgeführt werden konnten. Doch dies hat sich heute geändert. Das tägliche Systemupdate meiner Debian-Sid-Installation brachte heute die Mesa-Bibliotheken in Version 6.4.2-1 mit sich und nachdem ich im Bugtracker keine Release-kritischen Fehler finden konnte, welche mich betroffen hätten, aktualisierte ich die Bibliotheken.

Nun, nachdem ich mein System einmal neu gestartet hatte, um einige Dinge unter Windows zu erledigen, wollte ich einmal nachschauen, was mir die Aktualisierung gebracht hat und führte glxinfo aus:

ashura@core2:~$ glxinfo
name of display: :0.0
*********************************WARN_ONCE*********************************
File r300_state.c function r300Enable line 456 TODO - double side stencil !
***************************************************************************
No ctx->FragmentProgram._Current!!
display: :0
screen: 0
direct rendering: Yes

Erst traute ich meinen Augen nicht und vergewisserte mich deshalb mit Hilfe von glxgears:

ashura@core2:~$ glxgears
5304 frames in 5.0 seconds = 1060.651 FPS
5326 frames in 5.0 seconds = 1065.156 FPS
5335 frames in 5.0 seconds = 1066.958 FPS
5343 frames in 5.0 seconds = 1068.417 FPS
5332 frames in 5.0 seconds = 1066.281 FPS

Zugegeben: der freie Treiber ist halb so schnell wie der offizielle, aber dies kann sich in Zukunft ja noch ändern.

Der aktuelle Entwicklungszweig von Mesa ist nun also in die offiziellen Pakete eingeflossen, womit mir nun endlich Direct Rendering zur Verfügung steht, was mir bisher nur die offiziellen Treiber ermöglichten.

Jetzt kann ich also auch endlich gänzlich auf ATIs Treiber verzichten, womit mein System gleich ein ganzes Stück sauberer wird. Und in Kombination mit meinem Wechsel des X-Servers zum modularen Zweig vor einiger Zeit ist mein System nun bestens gewappnet für nützliche Verschönerungen wie Xgl und AIGLX.

Geschrieben von Mathias

31. Mai 2006 um 22:15

QEMU die Zweite

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Angesichts der doch recht trägen Bedienbarkeit des per QEMU emulierten Windows-Systems spielte ich hin und wieder mit dem Gedanken, die Leistungsfähigkeit mit Hilfe des KQEMU-Kernelmodules zu verbessern. Doch die scheinbar komplizierte Kompilierung und Einbindung in mein System schreckte mich immer wieder ab. Zumindest bis vor ein paar Tagen, als ich beschloss, es erneut zu versuchen; die extrem niedrige Geschwindigkeit des Windows-Systems machte es einfach nahezu unbenutzbar.

Meine Suche nach vorgefertigten Paketen für meine Paketverwaltung verlief erfolglos, also machte ich mich daran, alle erforderlichen Schritte mit Hilfe des Quellcodes durchzuführen. Meine Suche führte mich zuallererst zu einem Blogeintrag bei Geek Pit. Das dort beschrieben Vorgehen führte aber leider nicht zum Erfolg, QEMU ließ sich nicht kompilieren und quittierte mit einer nicht sonderlich hilfreichen Fehlermeldung (welche mittlerweile in meinem Kommentar zu diesem Blogeintrag nachlesbar ist). Bei meiner Suche danach stieß ich neben einigen erfolglosen Diskussionen in Mailinglisten auf Nando Florestans „Installing KQEMU in Ubuntu“. Das dortige Script erschien mir, nachdem ich es mir zu Gemüte geführt hatte, recht brauchbar. Wie die Kommentare unter dem Beitrag aber zeigen, ist es noch fehlerbehaftet, weshalb ich es ein wenig überarbeiten und an mein System anpassen musste. Die fertige Fassung stelle ich hier zur Verfügung. Besonders nützlich an dem Script ist, dass es für den Kompiliervorgang kurzzeitig den aktuell installierten GCC (GNU Compiler Collection) umbenennt und eine gleichnamige symbolische Verknüpfung auf den alten GCC 3.x anlegt. Damit greift make auf diesen zu, womit sich QEMU kompilieren lässt. Ein weiterer Fehler ließ sich beseitigen, indem ich die aktuelle Version von checkinstall installierte, welche sich noch nicht im Repository meiner Paketverwaltung befand. Dieses Programm hat die nette Eigenschaft, dass es ein mit meiner Paketverwaltung installierbares und verwaltbares Archiv erzeugt.

Nachdem QEMU und KQEMU nun erfolgreich kompiliert, installiert und im Falle von KQEMU an die richtige Stelle verschoben wurden, wollte ich das Kernelmodul per modprobe laden. Murphys Gesetz folgend verlief aber auch dies nicht erfolgreich; ich erhielt ein „FATAL: Error inserting kqemu Invalid module format“, was sich darauf begründet, dass das mit dem GCC 3.x kompilierte Kernelmodul nicht in meinen per GCC 4.x kompilierten Kernel geladen werden kann. Meine Suche danach führte mich zu diesem hilfreichen Beitrag im QEMU-Board. Ich folgte dem dort beschriebene Vorgehen, kompilierte KQEMU mit meinem aktuellen GCC erneut und verschob das Modul in das erforderliche Verzeichnis. Damit konnte ich das Kernelmodul schließlich erfolgreich laden. Ich legte die KQEMU-Gerätedatei /dev/kqemu mit den erforderlichen Zugriffsrechten an und startete mein Windows-System per QEMU.

Und es hat sich gelohnt: die Geschwindigkeit ist massiv gestiegen und macht das System nun erstmalig wirklich benutzbar. Natürlich ist das emulierte System langsamer als ein physikalisch installiertes, doch für Testläufe und dergleichen reicht es allemal. Ein weiterer Nebeneffekt machte sich kurz darauf auch bemerkbar: Töne des Windows-Systems wurden nun auch endlich ausgegeben. Mir war zuvor noch nicht bewusst, dass hierfür SDL (Simple DirectMedia Layer) erforderlich ist. Das Windows-System läuft nun also genau so wie vorher, nur weitaus schneller und mit Tonausgabe.

Angesichts der Tatsache, dass QEMU zwangsläufig mit dem GCC 3.x kompiliert werden muss, verzögerte sich das ganze Vorhaben beträchtlich aber unlösbar war es letztendlich dennoch nicht.

Geschrieben von Mathias

13. April 2006 um 13:30

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